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Und plötzlich kommt ein Kind...

Und plötzlich kommt ein Kind…

In den letzten Tagen überstürzten sich Artikel von Beißvorfällen mit Kindern in unserer Tageszeitung. Jedes Mal war es der gleiche Hergang.

Der Hund wartete angeleint vor einem Geschäft und der Besitzer war im Laden. Der unbeaufsichtigte Hund biss einem Dreijährigen ins Gesicht und im anderen Fall einem ebenfalls Dreijährigen in den Bauch. Aus der Presse ging nicht hervor, wie schwerwiegend diese Bisse waren, natürlich mussten beide Kinder ins Krankenhaus. Der Hundehalter im ersten Fall bekommt eine Anzeige und wahrscheinlich im Anschluss jede Menge Auflagen. Im zweiten Fall hat der Hundehalter samt seinem Hund die Flucht ergriffen – nach ihm wird gefahndet. Und im Internet wurde eine wahre Hexenjagd eröffnet.

Es erscheint einfach unverständlich wieso der Hund und sein Halter zu 100% für diese Vorfälle haften. Diese Dreijährigen sind doch nicht allein unterwegs. Sie haben Eltern, die wiederum die Aufsichtspflicht – und was noch viel wichtiger ist – die AUFKLÄRUNGSPFLICHT – ihren Kindern gegenüber haben. Wieso lässt man einen Dreijährigen an einen angeleinten, wartenden, FREMDEN Hund? Beide Hunde waren an einer kurzen Leine vor dem Laden angebunden – also wie wahrscheinlich ist es, dass der Hund einfach mal eben so auf das Kind losgegangen ist…

Der Hund befindet sich in einem Ausnahmezustand je nach Bekanntheit, also ob er solche Ausflüge kennt und wie er mit den Gegebenheiten, den Umweltreizen und allem, was zu solch einer Situation gehört, zurechtkommt. In jedem Fall aber konzentriert sich der Hund auf den Laden, auf das Hineingehen des Herrchens, das löst eventuell Stress aus, da der Hund allein zurück bleibt. Um ihn herum ist es laut, wuselt herum. Man stellt es ich am besten so vor, als würde man als Kind vor dem Laden zurückgelassen, Mama geht hinein, wie lange weiß man nicht. Und um einen herum passieren beängstigende Dinge. Autos fahren dicht vorbei, sind laut. Menschen bedrängen einen, denn man sitzt ja auf dem Gehweg. Es ist laut und geschäftig um einen herum und man beginnt Angst zu haben. Der Herzschlag steigt, man schaut wie gebannt in den Laden.

Und dann kommt ein anderes Kind, womöglich noch auf einen zugestolpert. Vielleicht laut. Es bewegt sich schnell und lenkt einen ab, aber man will doch den Laden beobachten. Das andere Kind tatscht einen an und man möchte das gar nicht. Was würde man als Kind in der Situation tun – man würde das andere Kind wegstoßen oder gar hauen. Und nicht nur als Kind. Man würde auch als Erwachsener dem anderen die Meinung geigen. Ein Hund darf das nicht. Er muss es erdulden, weil er sonst gefährlich ist. Von ihm wird erwartet, dass er es über sich ergehen lässt.

Am Samstag waren wir in einer Hundegruppe im Tierpark. Eine Art Seminar für die Hunde. Wir standen in der Gruppe vor dem Meerschweinchengehege. Ich hatte meine eigenen Hunde, Bella und Senta mit. In diesem Bereich im Tierpark ist wohl der meiste Menschenauflauf. Niedliche Tiere, ein Spielplatz und eine Imbissbude mit Sitzplätzen. Überhaupt war der Tierpark sehr gut besucht. Also war es auch eine große emotionale Herausforderung für unsere Hunde. Was aber wiederum Inhalt des Seminares war. Bella stand vor mir und schaute mich an. Für Senta war es eine sehr stressige Situation, weil überall Kinder waren und Kinder- und Bollerwagen, die Geräuschkulisse dazu.Senta hat nach wie vor Angst vor Kindern.

Auf einmal kam ein kleiner Junge hinter Bella vorbei – 3 oder 4 Jahre – sprach lautstark in die Gegend – du bist aber ein toller Hund – und ehe ich es mich versah hatte Bella auch schon seine kleine Hand auf ihrem hinteren Rücken.

Bella ist einfach Bella – sie schaute mich weiter an und wartete auf ihr Leckerchen. Als mein Herz wieder einsetzte, sagte ich zu dem Jungen, dass er bitte die Hand von dem Hund nehmen möge und er nicht einfach fremde Hunde streicheln könne. Niemals ohne den Besitzer zu fragen und schon gar nicht einfach so von hinten ohne das der Hund auch nur weiß, dass er da ist.

Dazu gesellte sich noch ein Mädchen, vermutlich seine Schwester, etwas älter als der Junge. Der Junge nahm erschrocken seine Hand von Bella und stellte sich einen Schritt weiter. Dann fragte er höflich, ob er denn diesen schönen schwarzen Hund streicheln dürfte. Ich sagte zu ihm, dass er Glück hätte, dass dieser Hund Kinder mag und ich mit ihr in Kindergärten und im Hort arbeite und er sie getrost streicheln könnte. Er freute sich und nahm das Angebot an.

Ich erklärte ihm weiterhin, dass man NIEMALS fremde Hunde einfach so anfassen dürfte und schon GAR NICHT einfach von hinten. Hunde könnten sich erschrecken und was können sie dann machen? – Beißen sagten beide wie aus einem Munde. Er könne vorher fragen und wenn man es ihm erlaubte, zeigte ich ihm noch, wie man Hunde streichelt… niemals auf dem Kopf… Ich kniete mit den Kindern mitten auf einem der Hauptwege im Tierpark. Bella in ihrem Element durch den Hort und Senta zerbröselt vor Angst hinter mir.

Es gesellten sich immer mehr Leute um uns und unter anderem auch eine Frau, die sich dann am Gespräch beteiligte. Sie stimmte mir zu und sagte ja ja und so und so… das stimmt. Es war die Mutter des Jungen… es war die Frau, die einfach an uns vorbei gegangen war, als der Junge unvermittelt Bella antatschte…. !! ohne auch nur eine Notiz davon zu nehmen. Sie war längst am anderen Gehege gewesen, als sie merkte, dass ihr Kind plötzlich mitten in der Menge kniete. Das Mädchen meinte zu mir – du lehrst die Hunde, stimmt´s? – und schaute auf mein T-Shirt. Wie so oft in der Arbeit mit Kindern, faszinierte mich ihre Wortwahl.

Beide Kinder streichelten nun bedächtig und vorsichtig Bella und das Mädchen fragte, was mit dem anderen Hund ist. Der hat wohl Angst – man darf Kinder nicht unterschätzen. Das merke ich immer wieder. Ihre Beobachtungsgabe ist ab einem bestimmten Alter oftmals hervorragend tiefgründig und immer wieder erstaunlich. Ich erklärte ihr, dass sie recht hat und warum Senta Angst hat. In dem Moment kam Senta um mich herum und schnupperte von der anderen, sicheren Seite hinter Bella geschützt vorsichtig an ihrer Hand. Diesem Moment nutzte ich, um Senta zu clicken und zu belohnen und dem Mädchen zu erklären, das in diesem Augenblick für Senta was ganz wichtiges passiert – nämlich, dass sie dadurch lernen kann, dass Kinder nichts Böses sind.

Das Mädchen war stolz auf sich und freute sich. Wir saßen noch immer mitten auf dem Weg und ein älteres Ehepaar hatte sich zu uns gesellt und sich am Gespräch beteiligt. Zum Ende hin fragte ich das Mädchen, der Junge hatte schon das Interesse verloren und war weg, ob es Bella ein Leckerli geben würde wollen. Sie strahlte und sagte natürlich ja. Dann ging sie fröhlich fort - die Mutter war es schon.

Das ältere Ehepaar fragte noch etwas über Senta und dann gingen auch sie. Dieses ungewöhnliche Erlebnis löste sich so schnell auf, wie es begann und ließ mich mit einer Reihe von gemischten Emotionen zurück.

Was wäre gewesen, wenn Bella nicht Bella gewesen wäre… Hätte der Hund das Recht gehabt, sich zu erschrecken und entsprechend zu reagieren? – NEIN. Bellas Schnauzenhöhe entsprach genau der, des Gesichtes des Jungen. Was wäre uns passiert von Seiten der Behörden… Hätte ich die Möglichkeit gehabt, eine objektive Stellungnahme zu einem Vorfall abgeben zu können? Welche Konsequenzen hätte ein Beißvorfall für mich und meinen Hund gehabt?

Klar, von denen fürs Kind ganz zu schweigen. Warum war die Mutter so desinteressiert. Warum hat sie in keinster Weise auf diese Situation reagiert – Einfluss auf ihr Kind genommen. Ihn zumindest hinterher in irgendeiner Form zurechtgewiesen? Man kann bei einem so kleinen Kind nicht von Schuld sprechen. Aber kann man das von einem Hund? Warum ist der Hundeführer schuld daran, dass sich sein Hund emotional entsprechend verhält? Warum sind alle Hunde für Kinder Kuscheltiere – bzw besser: warum werden sie von ihren Eltern nicht angeleitet und vernünftig an Tiere herangeführt…. (c) Ramona Noack

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Nachruf Jessy

Nachruf Jessy

Es muss ein Hund her… Aus dreierlei Gründen:

1. Es sind laufend fremde Leute auf dem Hof, die hier nichts zu suchen haben und die Familie ist allein, weil Papa auf Montage ist.

2. Auf ein Grundstück mit Haus gehört ein Hund.

3. Mama ist mit Hunden aufgewachsen und wollte schon immer einen eigenen.

Die Reihenfolge dieser Gründe kann beliebig verändert werden. Überlegt, gesagt, gesucht – Anzeige gefunden: Süße Labbi-Welpen schwarz.

Natürlich hat Mama sofort angerufen. Das war der 05.05.2003. Es war nicht gleich um die Ecke, aber wir fahren gucken. Ein Rüde und ein Mädchen sind noch da.

Los geht’s – erstmal ohne Kinder, die müssen noch nichts wissen.

Man hat ja immer so gehört, dass man auf bestimmte Dinge beim Welpenkauf achten muss, also ab der Ankunft dort sofort kritisch umgeschaut.

Aber irgendwie vermittelte alles ein gutes Gefühl. Sie Hundemama war total ruhig und gelassen. Das Haupttor war sperrangelweit offen, aber keiner lief auf die viel befahrene Straße… Der Hof war gepflegt, es gab noch mehr Tiere. Katzen und Pferde. Es fand eine nettes Gespräch statt, die Familie hatte wohl schon öfter Welpen mit dieser Hundemama. Senta, so hieß die Maus, war eine sehr gute, total entspannte Mama. Aber es wäre nur noch das Mädchen da, weil gerade jemand angerufen hätte, der unbedingt den Rüden haben wollte.

Kein Problem – wir nehmen auch das Mädchen. Die kleine Maus war so knuffig mit ihren großen Tapsen und dem Welpenbäuchlein.

Alle hatten farbige Halsbänder um, damit man sie unterscheiden konnte. 9 Stück wuselten über den Hof. Eigentlich war gleich alles besiegelt. Es wurde ein Termin ausgemacht, an dem wir die kleine schwarze Fellschnute holen konnten.

Es war einfach aufregend… die Zeit (ganze drei Tage verging wie zäher Sirup, weil man sich so auf den Tag freute, an dem man sie abholen könnte.

Die Kinder müssen es noch wissen – und einen Namen brauchen wir…. Wie könnte sie heißen… schwere Frage. Wir haben eine Liste gemacht, auf der alle Vorschläge der Familie vermerkt wurden.

Irgendwie einigten wir uns auf den Namen Jessy.

Endlich, der 08.05.2003 war da… Wir sind losgefahren mit Leine, Halsbändchen und klopfendem Herzen. Auf dem Schoß kam sie heim im Auto. Ganz lieb und entspannt. Hier angekommen, wurde erst mal überall geschnüffelt, ganz vorsichtig und dann gaaanz viel geschlafen. Die erste Nacht… wie wird sie werden. Damals wusste man Vieles noch nicht, was man natürlich heute weiß. Aber es ging alles gut.

 

Nun hatten wir also einen Hund… So knuffig wie Jessy als Baby-Hund war, so schwierig wurde der weitere Junghunde-Weg. Sie stellte uns auf eine wirklich harte Probe. Alles wurde zerstört, nichts blieb ganz, keine Blume, kein Spielzeug, absolut nichts. Sie war so schnell und so hartnäckig und vor allem nachhaltig in ihrer Arbeit, man konnte ihr einfach nicht beikommen. Drehte man sich um, schon hatte sie wieder was zerlegt. Unsere Verzweiflung wuchs und auch oft die Wut.

Irgendjemand kam dann mit dem Tipp um die Ecke, dass wir zur Hundeschule gehen sollen. Ach was… ich bin mit Hunden aufgewachsen, wir haben das immer alleine gemacht, so´n Blödsinn, das wird doch wohl zu schaffen sein… Denkste… Über den Sommer sammelte Jessy so viele Wutpunkte, dass ich im September den Weg in eine Hundeschule einschlug. So viel Auswahl gab´s ja damals noch nicht.

Zum Anfang wurden uns so wichtige Dinge wie die Dominanztheorie beigebracht. Ok –war damals noch modern. Und es gab ja viele wirkliche Verbesserungen. Sie machte weniger kaputt, war ausgeglichener, ich hatte für bestimmte Sachen Antworten und wusste, wie ich mich verhalten sollte. Über kleinere Ausrutscher in Richtung Gewalt in dieser Huschu machte ich mir damals leider noch keine Gedanken – wie gesagt, die Auswahl gab es nicht. Es waren nur zwei am Markt und davon war diese dann doch noch das kleinere Übel und es gab ja doch Leckerli. Abgesehen davon denkt man ja, dass das alles so seine Richtigkeit hat, denn man geht ja zu einem Fachmann – in diesem Falle –frau.

In so mancher Stunde verfluchte ich meinen durchgeknallten Hund.Sie schien nichts, aber auch absolut nichts zu kapieren. Muckte ständig auf, nahm sich aus dem Training, reagierte nicht auf Korrekturen. Sie war immer auf 380 Volt Starkstrom… keine Ahnung, wo sie ihre Energie hernahm. Ich sollte sie dem TA vorstellen. Das sei die Schilddrüse. Pustekuchen, alles ok. Ich habe sie kastrieren lassen, das sollte helfen… haha – Pustekuchen… Jessy blieb war sie war – ein energiegeladenes Energiebündel der Extraklasse. Es kristallisierte sich heraus, dass die Trainerin Jessy überhaupt nicht ausstehen konnte. Und ganz besonders als ich es schaffte, die Hundeprüfung mit dem 1. Platz zu belegen… Ich durfte dann mit Jessy nicht mehr in der Gruppe trainieren. Angeblich würde sie mit der einer anderen Hündin nicht klarkommen. Dann durfte ich dort ein Praktikum machen… naja, da ging es dann noch richtig arg her, bis zu einer Eskalation, weil ich mich kritisch geäußert hatte und bei der Jessy und ich aus der Huschu geflogen sind. Das war allerdings dann schon 2006.

Also drei Jahre haben wir beide uns zusammen ganz viel Gemeinsames erarbeitet. Für mich war klar, dass ich zwar viel gelernt hatte, aber andere Ansätze wünsche. Der Gedanke, eine eigene Huschu zu eröffnen wuchs. Allerdings hat mir die Trainerin eine dermaßen starke Gehirnwäsche bezüglich meines Talentes und meines Wissens verpasst, dass es noch ganze zwei Jahre dauerte, bevor ich mich davon erholt hatte.

Doch immer war Jessy an meiner Seite und es schien, als würde sie mich immer wieder auf diesen Weg schubsen. Sie selbst war zwar inzwischen etwas ruhiger geworden, aber sie ließ nie locker, meine Arbeit einzufordern. Sobald ich in der Erziehung nachließ, zeigte sie mir, dass das so nicht geht.

Viele Bücher liefen mir über den Weg… Fallbeispiele, die mir zu Ohren kamen, bei denen ich dachte – Hilfe, das muss anders gehen. Vieles „probierte“ ich an Jessy aus. Nie nahm sie es mir in irgendeiner Weise übel. 2008 war es dann soweit.

m 02.09. wurde mit Jessy als Gründungsmaskottchen die Hundeschule eröffnet. Von diesem Tag an stand sie mir mit „Rat“ und Tat zur Seite. Sie war in jeder Stunde mit drin und ihre neue Aufgabe mit mir zusammen die Jungspunde geradezurücken, erfüllte sie voll und ganz.

Sie war nicht die Liebste und es gab bei ihr kein schischi… wer nicht spurte aus ihrer Sicht, wurde maßgenommen. Immer moderat und nie ohne Grund und nie verletzend. Aber das saß dann immer. Sie hatte das besondere Talent mir im Freilauf immer direkt zu zeigen, wer mein besonderes Augenmerk brauchen würde. Das stimmte immer. Ich konnte mich vollends auf sie verlassen.

Einmal waren zwei Rüden ziemlich zickig zueinander unterwegs. Große Hunde, ein Schäfi und ein großer Golden Retriever. Die beiden haben sich an sich toleriert, aber an diesem Tag war es mir ein wenig zu heiß zwischen den beiden. Natürlich kamen die ins Laufen und rannten bis hinten hin, für mich keine Chance zur Reglung. Jessy war gerade anderweitig beschäftigt und bekam das nicht mit. Aber ich sagte zu ihr – Jessy, die Rüden – und Jessy unterbrach ihre Unternehmung, schaute in die Richtung nach hinten, sprintete los und splittete die beiden knallhart genau im richtigen Moment. Ich konnte mich immer auf die verlassen.

Es war eine sehr intensive doch vergleichsweise kurze Zusammenarbeit. 2011 musste ich mich Jessys Gesundheit zuliebe dazu entschließen, sie nicht mehr in die Gruppen zu nehmen. Sie stresste sich selbst und ich konnte das nicht mehr verantworten. Sie hatte dann immer noch hin und wieder sehr individuelle Einsätze, aber meist nur kurz. Ein Problem stellte ihr Ruhestand für sie nicht wirklich dar. Sie hatte ihre Aufgaben der kleinen Bella übergeben.

Jessys Gesundheitszustand war eigentlich recht stabil, aber ich wusste dennoch, dass sie Schmerzen hatte. Ihr Bewegungsapparat machte ihr sehr zu schaffen. Sie zog von draußen für immer nach drinnen. In ein orthopädisches Bettchen, welches sie zuerst sehr skeptisch betrachtete, aber dann ihr ein und alles wurde.

 

Ihr persönlicher Höhepunkt war es, noch einmal einen jungen Hund unter ihre persönlichen Fittiche nehmen zu können. Als ich ganz unverhofft und völlig ungeplant im Februar 2014 die kleine Senta mit heim gebracht habe. Jessy verwandelte sich noch einmal von einem Hund, von dem ich dachte, dass sie bald gehen würde, in einen Hund, der noch mal nach vorn sah und sich die größte Mühe gab, das kleine verirrte Wesen Senta zu erden und auf den rechten Weg zu schicken.

 

Im beginnenden Frühjahr diesen Jahres hatte ich wieder den Eindruck, dass es ihr schlechter geht. Sie lief mit Schmerzen, war schnell kaputt. Konnte nicht richtig aufstehen und sich nicht richtig hinlegen. Aber im Großen und Ganzen war das auch schon „alles“.

Am 23.04.2015 war alles wie immer. Sie fraß normal, drehte ihre Runden zur Kontrolle und forderte sich ihren Frühstückshappen ein.

Absolut nichts wies darauf hin, dass dies der Tag der Tage werden sollte. Aber sie ist so gegangen, wie sie gelebt hat – selbstbestimmt. Liebe Jessy, ich danke Dir von ganzem Herzen für wundervolle 12 Jahre und für Deine Hilfe, meinen Weg zu finden und zu gehen.


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